Der Wichtel zieht ein

Ihr könnt natürlich einfach mit der Wichteltür starten, die ihr bei euch an einem geeigneten Platz anbringt. Sehr viel spannender und magischer ist es aber wenn ihr als aller erstes eine Wichtelbaustelle eröffnet. Denn der Bau einer Wichtelwohnung kann durchaus Zeit in Anspruch nehmen. Und es ist eine wunderbare Art schon vor dem traditionellen Start am ersten Dezember mit dem Erscheinen des Wichtels zu beginnen. Denn oftmals können es die Kinder gar nicht erwarten, bis endlich der Wichtel wieder einzieht. So ist das auch bei uns.

Wenn der Wichtel bei euch bereits schon einmal zu Gast war, könnt ihr ihn mit einem Wichtellicht wieder zu euch einladen. Dafür zündet ihr ein paar Tage vor dem Erscheinen des Wichtels eine Kerze, Laterne oder ein Windlicht zusammen mit euren Kindern an. Die strahlenden Augen meines Kindes in der sich die Vorfreude spiegelt, sind für mich wahrhaft magische Momente. Den allerersten Wichteleinzug habe ich ohne Wichtellicht begonnen. In seinem Abschiedsbrief beim Auszug hat uns der Wichtel dann von der Aufgabe des Wichtellichtes erzählt und so werden wir nun in Zukunft den Wichtel in unser Haus rufen.

So erscheint meist Ende November bei uns die Wichtelbaustelle. Auch diese entwickelt sich von Tag zu Tag. Zuerst kommen ein paar Baumaschinen und bringen Material, es werden Schilder aufgestellt und Mauern errichtet. Werkzeug, Brotzeit, Leitern oder Paletten, Ziegelsteine und die ersten Bäume erscheinen nach und nach. Der Einzug geht bei uns über 2 bis 3 Tage, je nachdem wie schnell der Wichtel arbeitet. Wenn ihr die Zeit verlängern wollt, dann plant einfach mal einen Tag Pause ein, weil benötigtes Baumaterial nicht geliefert wird oder es schneit über Nacht ganz arg auf der Baustelle und die Arbeiten verzögern sich dadurch. Ihr seid völlig ungebunden und könnt eurer Phantasie freien Lauf lassen. Das gilt im übrigen für die ganze Wichtelzeit und alle Aktivitäten und Streiche des Wichtels.

Der erste Wichtelbrief lag natürlich bereits am ersten Tag da und verkündete, dass ein Wichtel Namens Lasse und sein Rentier Olaf bald bei uns einziehen werden. Wie aufregend…..

Wichtelauszug

In der Zeit die Lasse und Olaf bei uns verbringen, erledigen sie eine Menge Aufgaben und wir erleben jeden Morgen wunderbare Überraschungen. Die Wichtelszenerie verändert sich täglich wodurch sichtbar gemacht wird, was ein Wichtel alles zu tun hat. Mit Aufgaben, Zaubern und kleinen Streichen wird das Zusammenleben mit einem Wichtel lebendig. Da unser Wichtel nicht das ganze Jahr bei uns wohnt, kommt irgendwann der Tag an dem Lasse uns mitteilt, dass für ihn die Zeit des Auszuges gekommen ist. Manche Wichtel ziehen bereits nach Weihnachten aus, andere bleiben bis nach Silvester. So auch bei uns. Am Neujahrstag lag ein Abschiedsbrief bereit der erklärte, dass Lasse und Olaf nun zusammenpacken werden und dann erstmal die Welt bereisen. Denn nach der vielen Arbeit mit den Weihnachtsvorbereitungen haben sich die beiden eine Auszeit verdient. Gleichzeitig hat uns Lasse von der Wichtellaterne erzählt und dass wir ihn so jederzeit wieder rufen können, wenn wir uns einen Besuch von ihm wünschen. Den Auszug habe ich ebenfalls über 2 bis 3 Tage gestaltet und die Szenerie langsam zurück gebaut. Kisten und Koffer wurden gepackt, nochmals durchgeputzt und zuletzt verschwand das Wichtelhaus mit Wichteltür. Nur Olaf stand noch mit ein paar restlichen Habseligkeiten da.