Ursprünglich stammt die Tradition der Wichtel aus Skandinavien. In Mythen und Erzählungen findet man die kleinen, scheuen Wesen als Wächter über Haus und Hof. Auch assistieren sie dem Weihnachtsmann bei den Vorbereitungen. Als Dank für seine Anwesenheit, legen die Menschen dem Wichtel Milchreis oder Grütze vor die Tür. Eine der bekanntesten Wichtelfiguren ist „Tomte Tummetott“ aus dem gleichnamigen Kinderbuch von Astrid Lindgren.
In der Vorweihnachtszeit ist es in den nordischen Ländern Familienbrauch eine Wichteltüre am 1. Dezember erscheinen zu lassen. Da die Kinder die scheuen Wichtel jedoch nie zu Gesicht bekommen, da sie ansonsten ihre magischen Wichtelkräfte verlieren, kommunizieren Wichtel über Wichtelbriefe.
So ist es nicht verwunderlich, dass dieser Brauch auch bei uns derzeit voll im Trend liegt. Für Kinder ab 2 Jahren eignen sich die liebevoll gestalteten Türen, ganz individuell eher schlicht oder detailliert. So wie es in eure Familie passt. Und natürlich kann auch eine Wichteline oder eine ganze Wichtelfamilie bei euch Einzug halten. Hier im Blog schreibe ich „der Wichtel“. Denn bei uns wohnt Lasse, ein Wichtelmann und sein Rentier Olaf. Aber wer weiß, vielleicht kommen im Lauf der Jahre noch andere Wichtel dazu.
Nur eines sollte der Wichtel meiner Meinung nach nicht sein. Ein Mittel um Erziehungsmaßnahmen umzusetzen. Ein Wichtel sollte keine Drohungen aussprechen oder die Kinder in irgendeiner Art und Weise manipulieren, so wie dafür auch heute leider immer noch in manchen Familien die Figur des Nikolaus eingesetzt wird. Ein Wichtel ist für kurze (oder auch dauerhafte) Zeit ein Hausmitbewohner, der über uns Menschen wacht, seinen Wichtelbeschäftigungen nachgeht und mit kleinen Streichen und wunderbaren Zaubern eine magische Zeit schafft.
