Wichtelzauber im Allgäu

Schlagwort: Wichtel

Veränderung im Wichtelland

Da mir und meiner Familie die Wichtelzeit in den ersten beiden Jahren so viel Freude bereitet hatte, entschied ich mich, dem Wichtelland einen neuen Standort zu geben. Unsere kleine Kommode war für all meine Ideen inzwischen zu klein. Trotzdem wollte ich die Wichtelkulisse weiterhin nicht direkt auf dem Boden aufbauen. Also beauftragte ich meinen Mann, mir für unser Weinkisten-Bücherregal eine Platte zuzuschneiden, um dort die neue Wichtellandschaft entstehen zu lassen.

Alle meine Anleitungen für die DIYs findest du HIER.

Denn aufgrund vieler Ideen in meinem Kopf, bekam unser Wichtel weiteres, ganz zauberhaftes Wichtelzubehör dazu. Ich bastelte eine richtig tolle Küchenablage, in der Lasse und seine tierischen Freunde so manche Party feierten.

Ein Feuerkorb ermöglichte dem Wichtel wunderbare Abende bei Stockbrot oder gegrillten Marshmallows.

Auch das Badezimmerzubehör habe ich um einen Waschtisch ergänzt. Und ganz offiziell gibt es nun ein uriges Toilettenhäuschen für die kleinen und grossen Wichtelgeschäfte im Wald.

Und das absolute Highlight der Adventszeit war der magische Weihnachtsmarkt. Bei ganz zauberhaften Süssigkeiten und Handwerkskunst konnte unser Wichtel und seine Freunde die Vorweihnachtszeit in vollen Zügen geniessen.

Ein Wichtel zieht ein ……Was brauche ich?

Als ich von einer guten Freundin erfahren habe, dass sie auch diesen Advent wieder einen Wichtel bei sich einziehen lässt, horchte ich auf. Was war denn ein Wichtel und was bedeutete „einziehen lassen?“

Es war nur eine Frage weniger Augenblicke, da klappte ich meinen Laptop auf und schon hatte sich die Idee in mein Herz geschlichen. Einen Wichtel, dass wollte ich auch für meinen Sohn. Und für mich. Wie wunderschön magisch.

Also verschaffte ich mir einen Überblick darüber, was ein Wichtel alles braucht und wie ich in die Umsetzung kommen kann. Sehr schnell hatte mich die Wichtelei in ihren Bann gezogen und ich fing an, dass erste Häuschen zu basteln. So entstand im Winter 2023 die erste Winterwichtelwelt auf unserem kleinen Sideboard im Flur.

Ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden, den Wichtel nicht auf dem Fußboden wohnen zu lassen, da zum damaligen Zeitpunkt zwei Kitten, ein 2- Jähriger und ein Staubsaugerrobotor den Fußboden in eine recht unsichere Wohngegend verwandelt haben. Und diese Entscheidung stellte sich als absolut passend heraus, denn so konnten wir oft einfach im Vorbeigehen die Wichtelszene bestaunen.

Aus diesem Grund hatte ich nach einer Lösung gesucht, wie ich die Wichteltüre gestalten kann, ohne sie über einer Fußbodenleiste anbringen zu müssen. So viel mir beim Stöbern durch das Internet ein Bild von einem kleinen Häuschen ins Auge. Ich landete erstmals auf einem kleinen Wichtelblog und holte mir selbst Inspiration und Information über Material und Zubehör.

Ich besorgte mir bei Amazon ein dreier Set Holzhäuschen, sowie ein Set einer Wichteltüre mit Briefkasten, Bank, Besen und einer Fußmatte. Und viel mehr braucht es um direkt loszulegen auch erstmal nicht unbedingt. Ihr findet online inzwischen eine riesige Auswahl an Wichteltüren Shops. Und auch vor Ort gibt es in vielen Geschäften wie Drogerien, Bastel- und Dekoläden Wichtelsets und Zubehör zu kaufen.

Vorbereitungen

Von diesem wunderbaren Holzhäuschen – Set habe ich das größte für die Wichtelwohnung verwendet. Dafür habe ich das komplette Haus mit dem edding permanent Spray in Grau lackiert. Gut durchgetrocknet konnte ich dann außen herum die Girlande mit der Heißklebepistole anbringen. Die Wichteltüre selber habe ich mit der Chalky Finish Kreidefarbe von Rayher bemalt und dann einfach mit Holzleim oder Montagekleber befestigt. Genauso wurden auch der Kamin und der Briefkasten montiert. Die wunderbare Kreidefarbe habe ich auch in Zukunft für alle weiteren Möbel verwendet und sie damit in einen einheitlichen Look versetzt. Die kleine Dose reichte bisher für alle Projekte.

Den Stall von Rentier Olaf wollte ich bewusst schlicht halten und hab dafür das kleinste Haus aus dem Set verwendet. Für die Gestaltung habe ich in meinen Bastelmaterialien ein Stück bedruckten Tonkarton mit einem Holzbretter- Muster gefunden. Der war wie geschaffen für die Rückwand und auch für den Boden und wurde einfach mit doppelseitigem Klebeband dort fixiert. Vorne an die linke Seite kam noch ein Stück Wichtelzaun und schon war der Stall fertig. So bleibt auch noch genug Möglichkeit für Erweiterungen in der Zukunft.

Natürlich gibt es zahlreiche andere Möglichkeiten eine Wichteltüre anzubringen. Dafür eignen sich z.B.

  • Fußleisten
  • ein Platz im Regal
  • auf einem Sideboard
  • auf einer Treppenstufe
  • in einem Glas
  • in einer alten, hochkannt gestellten Schublade
  • in einem Koffer

Wer klein und ohne viel Aufwand anfangen möchte kann mit einer

  • Wichteltür
  • einer Bank
  • einem Briefkasten
  • ein paar Schuhen
  • evt einem Baum

beginnen. Damit lässt sich schon die wunderbare Wichtelmagie ins Haus holen. Wenn sich an der Wichtelkulisse selbst nicht viel ändert, darf jeden Tag eine kleine Aktion oder ein Brief vom Wichtel vor der Tür liegen. So erhält die Wichtelwelt Lebendigkeit .

Ein wenig mehr Aufwand, dafür auch mehr Magie entsteht natürlich wenn sich vor der Wichteltüre etwas verändert. Dafür sind noch weitere Utensilien sinnvoll. Die gibt es online oder auch vor Ort in Bastelgeschäften zu kaufen. Angefangen bei Tisch und Stühle, Backzubehör, Teller und Besteck, Schlitten, Koffer, über Lebensmittel, Bücher, Möbel sind deiner Fantasie und Gestaltung der Wichtelwelt keine Grenzen gesetzt.

Unser Wichtel und der Adventskalender

In den meisten Familien ist es üblich einen Adventskalender für die Kinder zu basteln oder zu kaufen. Auch ich liebe es einen Adventskalender zu gestalten. Allerdings stellte ich mir die Frage, ob mein 2 Jähriger tatsächlich 24 kleine Geschenke erhalten soll und an Weihnachten dann gleich nochmal ein paar größere. Ist das tatsächlich notwendig oder besser gesagt, entspricht es dem was der Advent eigentlich darstellt und was ich meinem Kind mitgeben möchte.

Einen Adventskalender und einen Wichtel, bei dem es jeden Tag etwas zu entdecken gibt hielt ich für zu viel. Und da der Wichtel bei uns sowieso jede Nacht aktiv war, was wir jeden Morgen an der veränderten Szenerie sehen konnten, habe ich mich ganz bewusst dafür entschieden, den traditionellen Adventskalender mit dem Wichtel zu verbinden. An jedem Adventssonntag lag nun ein kleines Geschenk vor der Wichteltür, zusammen mit einem kleinen Brief. Auch in der Wichtelszenerie erschien an jedem der 4 Sonntage der Adventskranz des Wichtels. Diese Kombination war für uns genau das richtige. Und so werde ich auch diese Jahr die beiden Themen wieder miteinander verbinden und den Wichtel kleine Aufmerksamkeiten bringen lassen.

Tradition und Herkunft

Ursprünglich stammt die Tradition der Wichtel aus Skandinavien. In Mythen und Erzählungen findet man die kleinen, scheuen Wesen als Wächter über Haus und Hof. Auch assistieren sie dem Weihnachtsmann bei den Vorbereitungen. Als Dank für seine Anwesenheit, legen die Menschen dem Wichtel Milchreis oder Grütze vor die Tür. Eine der bekanntesten Wichtelfiguren ist „Tomte Tummetott“ aus dem gleichnamigen Kinderbuch von Astrid Lindgren.

In der Vorweihnachtszeit ist es in den nordischen Ländern Familienbrauch eine Wichteltüre am 1. Dezember erscheinen zu lassen. Da die Kinder die scheuen Wichtel jedoch nie zu Gesicht bekommen, da sie ansonsten ihre magischen Wichtelkräfte verlieren, kommunizieren Wichtel über Wichtelbriefe.

So ist es nicht verwunderlich, dass dieser Brauch auch bei uns derzeit voll im Trend liegt. Für Kinder ab 2 Jahren eignen sich die liebevoll gestalteten Türen, ganz individuell eher schlicht oder detailliert. So wie es in eure Familie passt. Und natürlich kann auch eine Wichteline oder eine ganze Wichtelfamilie bei euch Einzug halten. Hier im Blog schreibe ich „der Wichtel“. Denn bei uns wohnt Lasse, ein Wichtelmann und sein Rentier Olaf. Aber wer weiß, vielleicht kommen im Lauf der Jahre noch andere Wichtel dazu.

Nur eines sollte der Wichtel meiner Meinung nach nicht sein. Ein Mittel um Erziehungsmaßnahmen umzusetzen. Ein Wichtel sollte keine Drohungen aussprechen oder die Kinder in irgendeiner Art und Weise manipulieren, so wie dafür auch heute leider immer noch in manchen Familien die Figur des Nikolaus eingesetzt wird. Ein Wichtel ist für kurze (oder auch dauerhafte) Zeit ein Hausmitbewohner, der über uns Menschen wacht, seinen Wichtelbeschäftigungen nachgeht und mit kleinen Streichen und wunderbaren Zaubern eine magische Zeit schafft.

Wichtelsachen aufbewahren

Im Laufe der Zeit hat sich bei mir einiges an Wichtelmaterial angesammelt. Sei es Möbel, Bäume und Pflanzen, Baustellendeko, das Wichtelhaus und der Stall, sowie natürlich viele winzig kleine Wichtelutensilien. Für die Aufbewahrung all dieser Dinge habe ich mir zwei große Boxen mit Deckel besorgt, denn den Großteil des Jahres lagern die Sachen im Dachboden. Dort sollen sie zum einen vor Staub zum anderen aber natürlich auch vor neugierigen Kinderaugen geschützt sein. Daher sind meine Boxen farbig und nicht durchsichtig. Ihr findet solche großen Plastikboxen zum Beispiel im schwedischen Möbelhaus, aber auch in Filialen von Bastel und -Dekoketten bei euch vor Ort. Für die Kleinteile eignen sich Sortierboxen super gut. Die winzigen Accessoires wie zum Beispiel Backzubehör, Besteck, Lebensmittel habe ich in kleine, durchsichtige Plastikdosen mit Deckel verstaut. So gehen sie euch nicht so leicht verloren und bleiben auch beim täglichen neu dekorieren an Ort und Stelle.